DIE HOLZKIRCHE DES HEILIGEN APOSTELS UND EVANGELISTEN LUKAS IN KRIVÉ

Eine Kirche, deren Geschichte vor Jahrhunderten begann

Die griechisch-katholische Holzkirche des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas gehört zu den bedeutendsten Denkmälern der Gemeinde Krivé. Sie ist ein nationales Kulturdenkmal und zugleich ein lebendiger Ort des Gebets, der Feier der Heiligen Liturgie und der Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation.

Das heutige Erscheinungsbild der Kirche wird vor allem mit dem Jahr 1826 verbunden. Ihre Geschichte reicht jedoch viel weiter in die Vergangenheit zurück.

Seit Jahrhunderten versammelten sich hier die Menschen aus Krivé, um die Sakramente zu empfangen, das Wort Gottes zu hören, die Heilige Liturgie zu feiern, ihre Kinder zu taufen, zu heiraten, von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen und Gott um Segen für ihre Familien und ihre Gemeinde zu bitten.

Die Kirche ist daher nicht nur ein historisches Bauwerk. Sie ist Zeugin des Lebens von Generationen von Menschen, die in ihr Gott suchten.

KRIVÉ – EINE GEMEINDE MIT LANGER GESCHICHTE

Die Gemeinde Krivé entstand wahrscheinlich im 14. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Besiedlung nach deutschem bzw. deutschem Siedlerrecht. Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1406.

In historischen Quellen erscheinen im Laufe der Jahrhunderte die Namen Kriwá, Kriwe, Kriwa sowie der ungarische Name Sárosgörbény.

Jahrhundertelang war das Leben der Gemeinde eng mit der Landschaft unterhalb des Busov, mit Landwirtschaft, Viehzucht und der Arbeit auf dem Land verbunden.

Auch die griechisch-katholische Tradition von Krivé ist eng mit seiner Geschichte verbunden. Für das Jahr 1777 ist im Zusammenhang mit der Gemeinde der griechisch-katholische Priester Ján Nižalovský belegt.

Die Geschichte der Gemeinde und die Geschichte der Kirche können daher nicht voneinander getrennt werden. Jahrhundertelang war die Kirche das natürliche geistliche Zentrum des Lebens der örtlichen Gemeinschaft.

EINE KIRCHE, DIE ÄLTER IST ALS 1826

Das Jahr 1826 ist eines der wichtigsten Daten in der Geschichte der heutigen Kirche. Es muss jedoch nicht den vollständigen Beginn eines Sakralbaus an diesem Ort bedeuten.

Historische Angaben besagen, dass in Krivé bereits 1717 bzw. 1718 eine ältere Kirche stand.

Der Historiker Ján Novák liefert in seiner Publikation Zachované dedičstvo pod Busovom ein besonders interessantes Zeugnis. Nach seinen Angaben wurden beim Umbau im Jahr 1826 die ursprünglichen Seitenwände des älteren Bauwerks erhalten.

Wenn dieses Zeugnis der tatsächlichen baulichen Entwicklung der Kirche entspricht, muss das heutige Bauwerk nicht vollständig ein Neubau von 1826 sein.

In ihrer Holzkonstruktion könnten Teile der älteren Kirche erhalten geblieben sein.

Wir können 1826 daher als bedeutenden Umbau und als eine neue Etappe im Leben einer älteren Kirche verstehen, nicht unbedingt als den vollständigen Beginn ihrer Geschichte.

EVANGELIAR AUS DEM JAHR 1709

Ein kostbares Evangelienbuch aus dem Jahr 1709, das im Zusammenhang mit dem Kirchenumfeld erhalten geblieben ist, führt uns in eine noch ältere Vergangenheit.

Das Jahr 1709 liegt acht Jahre vor dem historisch angegebenen Jahr 1717/1718.

Das Evangelienbuch selbst ist jedoch kein Beweis dafür, dass die heutige Kirche oder ihr Vorgänger bereits 1709 in Krivé stand.

Es ist jedoch ein bedeutendes Zeugnis dafür, dass in diesem Umfeld bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein liturgisches Leben und eine Gemeinschaft bestanden, die Gottesdienstbücher verwendeten.

Die Frage nach einem noch älteren Ursprung der Kirche bleibt daher ein interessantes historisches Thema.

1709 → 1717/1718 → 1826

Drei Daten, die uns immer tiefer in die Vergangenheit führen.

1826 – GROSSER UMBAU

Im Jahr 1826 wurde die Kirche umfassend umgebaut. Mit dieser Zeit ist eine neue bauliche Entwicklung der Kirche verbunden, die sich in ihren wesentlichen Merkmalen bis in die jüngere Zeit erhalten hat.

Zu den Belegen dieser Etappe gehört auch eine Glocke mit der Jahreszahl 1826, die mit dem Umbau der Kirche verbunden ist.

So erhielt das Bauwerk im Laufe des 19. Jahrhunderts jene Gestalt, die später in historischen Zeichnungen und Fotografien festgehalten wurde.

DIE KIRCHE IM JAHR 1879 DOKUMENTIERT

Ein außerordentlich wertvolles historisches Zeugnis

Eines der wertvollsten Dokumente über die Kirche ist die fachliche Denkmal­dokumentation aus dem Jahr 1879.

Am 29. August 1879 wurde die Kirche in Krivé im Rahmen der damaligen Denkmalerhebung detailliert gezeichnet und beschrieben.

Das Dokument ist bezeichnet mit:

„A KRIVEI G. E. FATEMPLOM“

(Griechisch-katholische Holzkirche von Krivé)

und nennt zugleich die Zugehörigkeit zu:

KOMITAT SÁROS – SCHARISCHER KOMITAT

Die Dokumentation ist mit dem Namen des bedeutenden ungarischen Kunsthistorikers, Architekten und Denkmalpflegers Viktor Myskovszky (Myskovszky Viktor) verbunden. Sein Name und seine Unterschrift befinden sich direkt auf dem Dokument.

WIE SAH DIE KIRCHE VOR FAST 150 JAHREN AUS?

Die Zeichnung von Myskovszky hat uns ein einzigartiges Bild der Kirche aus dem Jahr 1879 bewahrt.

Darauf sind ein hölzerner Blockbau, ein mächtiger Westturm, die Dachkonstruktion und kleinere Türmchen mit markanten zwiebelförmigen Abschlüssen zu sehen. Zur Dokumentation gehört auch ein Grundriss der Kirche mit eingezeichneten Maßen.

Es handelt sich nicht nur um eine künstlerische Zeichnung. Es ist eine fachliche historische Aufzeichnung des tatsächlichen Zustands des Bauwerks in einem bestimmten Jahr.

Zu diesem Zeitpunkt lag der Umbau von 1826 bereits 53 Jahre zurück.

Dank des Dokuments von 1879 können wir das vor fast 150 Jahren festgehaltene Bauwerk mit der Kirche vergleichen, die wir heute kennen.

VON DER ZEICHNUNG ZUR FOTOGRAFIE

Nach 1879 haben wir immer mehr Möglichkeiten, die Geschichte der Kirche auch anhand von Fotografien zu verfolgen.

Fotografien aus dem 20. Jahrhundert zeigen uns nicht nur die Kirche selbst, sondern auch ihre allmählichen Veränderungen. Wir sehen darauf den Zustand des Daches, der Holzverschalung, des Turms, der Eingänge, der Einfriedung und der unmittelbaren Umgebung.

Jede Fotografie ist ein kleines Fenster in eine bestimmte Zeit.

DIE KIRCHE UM 1922

Fotografien aus der Zeit um 1922 zeigen die Kirche noch vor den großen Veränderungen, die das 20. Jahrhundert mit sich brachte.

Deutlich sichtbar sind die traditionelle Holzkonstruktion und die charakteristische Silhouette der Kirche mit ihrem dominanten Turm.

Die Fotografie ist zugleich ein seltenes Dokument des damaligen Erscheinungsbilds des gesamten Areals. Das Umfeld der Kirche war schlicht und noch nicht wie heute gestaltet, doch das Bauwerk bildete weiterhin einen natürlichen Orientierungspunkt in der Landschaft.

DIE KIRCHE UM 1950

Fotografien aus der Zeit um 1950 zeigen eine weitere wichtige Etappe.

Damals hatte die Kirche ein Blechdach. Auf den Fotografien ist der Kontrast zwischen der neueren Metallbedachung und der alten Holzverschalung der Wände deutlich zu erkennen.

Die Holzelemente waren bereits jahrzehntelang Regen, Schnee, Wind und Sonne ausgesetzt. Dennoch bewahrte die Kirche ihr charakteristisches historisches Erscheinungsbild.

1957 – FOTOGRAFIEN VON H. RUTTKAYOVÁ

Eine besonders wertvolle Fotosammlung stammt aus dem Jahr 1957.

Die Fotografien tragen den Namen H. Ruttkayová und zeigen die Kirche von mehreren Seiten.

Auf den Fotografien sind das Blechdach, die mächtige hölzerne Blockkonstruktion, der Turm und die einfache Einfriedung des Areals deutlich zu sehen.

Eine Fotografie zeigt die Kirche von der Seite in einer weiten Ansicht mit der Landschaft im Hintergrund. Eine weitere zeigt die gegenüberliegende Seite des Bauwerks und seine hölzerne Schindelverkleidung.

Diese Fotografien sind auch deshalb wertvoll, weil sie uns ermöglichen, den technischen Zustand des Holzbaus in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu verfolgen.

DIE JAHRE 1960–1967

Fotografien aus ungefähr den 1960er Jahren zeigen die Kirche in einer weiteren Etappe ihrer Existenz.

Das Bauwerk bewahrt seine grundlegende historische Gestalt, zugleich sind Spuren der allmählichen Alterung der Holzteile zu erkennen.

Eine Fotografie aus dem Jahr 1967 zeigt die Kirche in einer weiten Landschaftsansicht und dokumentiert ihre Wirkung im Raum der Gemeinde.

Heute sind diese Fotografien nicht nur eine Dokumentation des Denkmals, sondern auch ein historisches Bild von Krivé selbst und seiner Landschaft.

DER ZUGANG ZUM TURM

Historische Fotografien und erhaltene bauliche Lösungen zeigen auch ein interessantes Detail.

Der Zugang zum Kirchturm war von drei Seiten aus gestaltet.

Diese Lösung gehört zu den interessanten baulichen Details der Kirche und zeigt, dass der Turm nicht nur ein markantes architektonisches Element war, sondern auch über eine praktische innere Anordnung verfügte.

Historische Fotografien ermöglichen es uns, dieses Detail im Zusammenhang mit der ursprünglichen Gestalt des Bauwerks zu betrachten.

HOLZ, DAS GENERATIONEN ÜBERDAUERTE

Die Holzwände der Kirche sind eines der eindrucksvollsten Zeugnisse ihres Alters.

Auf alten Fotografien können wir die Art des Schutzes der Holzwände beobachten, die jahrzehntelang den Witterungseinflüssen ausgesetzt waren.

Das Holz wurde allmählich dunkler, veränderte seine Struktur und trug die Spuren der Zeit.

Gerade diese Spuren verleihen der Kirche heute ihren einzigartigen historischen Charakter.

DIE KIRCHE ALS ZEUGIN DER ZEIT

Wenn wir die Zeichnung von 1879 mit den Fotografien aus der Zeit um 1922 und um 1950, mit den Fotografien von H. Ruttkayová aus dem Jahr 1957, mit den Aufnahmen aus den 1960er Jahren und mit der Fotografie von 1967 vergleichen, erkennen wir eine bemerkenswerte Tatsache:

Die Kirche veränderte sich, aber ihre grundlegende Identität blieb erhalten.

Das Dach änderte sich.
Die Verkleidung änderte sich.
Die Einfriedung änderte sich.
Die Umgebung änderte sich.
Die Menschen änderten sich.

Aber das hölzerne Herz der Kirche blieb ein Ort des Gebets.

IM INNEREN VERBIRGT SICH EINE VIEL ÄLTERE GESCHICHTE

Das kostbare Innere der Kirche stellt ihren größten künstlerischen Wert dar.

Die vierreihige Ikonostase vereint Werke aus mehreren Epochen.

In seiner Hauptreihe befinden sich die Königstüren mit Medaillons der Evangelisten und Darstellungen der Verkündigung sowie Ikonen des heiligen Nikolaus, der Gottesmutter Hodegetria, Christi des Lehrers und des heiligen Lukas vom Beginn des 18. Jahrhunderts.

Weitere Teile der Ikonostase stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Einige kostbare Ikonen sind jedoch noch älter.

IKONEN, DIE AN DAS 16. JAHRHUNDERT ERINNERN

In der Kirche sind mehrere kostbare Ikonen erhalten, deren Entstehung an das Ende des 16. Jahrhunderts datiert wird:

  • Gottesmutter Hodegetria mit Lobpreis

  • Der Erlöser mit den himmlischen Mächten

  • Der heilige Erzengel Michael

  • Die Taufe Christi im Jordan – Theophanie

  • Deësis

  • weitere ältere Ikonen und Kreuze.

Diese Werke gehören zu den wertvollsten Kunstdenkmälern der Kirche.

Ihre Anwesenheit wirft zugleich eine weitere interessante Frage auf:

Woher stammen diese älteren Ikonen?

Einige könnten zur Ausstattung einer älteren Kirche gehört haben. Sollte ihre Herkunft eindeutig nachgewiesen werden können, könnten sie weitere Erkenntnisse über die Geschichte des sakralen Lebens in Krivé liefern.

GOTTESMUTTER HODEGETRIA

Eine der ältesten und kostbarsten Ikonen ist die Gottesmutter Hodegetria mit Lobpreis.

Die Gottesmutter weist auf ihren Sohn – Christus.

Das Wort Hodegetria bedeutet „Die, die den Weg weist“.

Durch ihre Botschaft erinnert die Ikone damit an die grundlegende Ausrichtung des christlichen Lebens:

auf Christus zu schauen und sich von ihm führen zu lassen.

DER ERLÖSER MIT DEN HIMMLISCHEN MÄCHTEN

Eine weitere kostbare Ikone zeigt Christus, der mit einem geöffneten Evangelienbuch auf einem Thron sitzt.

Christus ist von himmlischen Mächten und den Symbolen der Evangelisten umgeben.

Er wird als Herr und Erlöser dargestellt, dessen Wort im Mittelpunkt des Lebens der Kirche steht.

DER HEILIGE ERZENGEL MICHAEL

Unter den alten Ikonen befindet sich auch der heilige Erzengel Michael.

Er wird als himmlischer Beschützer und Kämpfer dargestellt, der auf der Seite der Wahrheit Gottes steht.

Seine Präsenz ist auch im Hinblick auf die lebendige Verehrung des heiligen Erzengels Michael in dieser Region von Bedeutung.

DIE TAUFE CHRISTI IM JORDAN

Ein kostbares Werk ist auch die Ikone der Taufe Christi im Jordan – Theophanie.

Sie zeigt den Augenblick, in dem sich bei der Taufe Christi das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit offenbart.

Auch diese Ikone wird an das Ende des 16. Jahrhunderts datiert.

DEËSIS – CHRISTUS INMITTEN DER FÜRBITTE

Unter den älteren Ikonen befindet sich auch eine Deësis – Christus inmitten der Gottesmutter, des heiligen Johannes des Täufers und der himmlischen Fürbitter.

Das griechische Wort Deësis bedeutet Bitte oder Fürsprache.

Die Ikone erinnert daran, dass der Mensch nicht allein vor Gott steht, sondern dass die Kirche für ihn betet und Fürsprache für ihn einlegt.

EVANGELIAR AUS DEM JAHR 1709

Ein Buch – ein außergewöhnliches Zeugnis

Zu den interessantesten mit der Kirche verbundenen Denkmälern gehört das Evangelienbuch aus dem Jahr 1709.

Wenn wir heute in der Kirche stehen, deren heutige Gestalt mit dem Jahr 1826 verbunden ist, erinnert uns dieses Buch daran, dass das geistliche Leben der örtlichen Gemeinschaft noch tiefere Wurzeln hat.

Das Evangelienbuch überlebte seine ursprünglichen Leser. Wir kennen vielleicht ihre Namen nicht und können uns ihr tägliches Leben heute nur aus großer Entfernung vorstellen.

Aber das Buch, das sie in ihren Händen hielten, ist geblieben.

Und bis heute legt es Zeugnis vom Glauben der Menschen ab, die vor mehr als drei Jahrhunderten in dieser Region lebten.

DER GRÖSSTE SCHATZ IST IM TABERNAKEL VERBORGEN

Alle historischen Gegenstände, Ikonen, Bilder, Bücher und auch das hölzerne Bauwerk selbst besitzen einen großen künstlerischen und historischen Wert.

Für einen gläubigen Menschen ist der größte Schatz dieser Kirche jedoch die Eucharistie – Christus, der im Sakrament im Tabernakel wahrhaft gegenwärtig ist.

Alles, was sich in der Kirche befindet, weist auf ihn hin.

Die Ikonen weisen auf Christus hin.
Die Ikonostase enthüllt das Geheimnis des Himmelreichs.
Das Evangelium spricht von ihm.
Die Glocken rufen die Menschen zum Gebet.

Und in der Eucharistie ist Christus wahrhaft gegenwärtig unter seinem Volk.

Deshalb ist diese Kirche nicht nur ein Museum der Vergangenheit.

SIE IST EINE LEBENDIGE KIRCHE.

DIE KIRCHE, DIE DAS 20. JAHRHUNDERT ÜBERLEBTE

Historische Fotografien erinnern uns daran, dass die Erhaltung einer Holzkirche niemals selbstverständlich war.

Holz braucht ständige Pflege. Das Dach muss das Bauwerk vor Wasser und Schnee schützen, die Holzwände vor Feuchtigkeit, und der Turm benötigt regelmäßige Wartung.

Jede Generation musste daher etwas dafür tun, dass die Kirche an die nächste weitergegeben werden konnte.

Fotografien aus dem Jahr 1922, um 1950, 1957, 1960 und 1967 erinnern uns heute an die einzelnen Etappen ihres Lebens.

VOM BLECHDACH ZUR HEUTIGEN GESTALT

Eines der sichtbarsten Elemente, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts veränderten, war das Dach der Kirche.

Auf Fotografien aus der Mitte des 20. Jahrhunderts sehen wir ein Blechdach.

Im Laufe des Bestehens der Kirche wurde das Dach entsprechend den Bedürfnissen des Bauwerks und den Möglichkeiten der jeweiligen Zeit mehrfach verändert und erneuert.

Diese Veränderungen sind nicht nur technische Details. Sie sind Teil der Geschichte darüber, wie die einzelnen Generationen versuchten, das alte Holzbauwerk zu erhalten.

SEIT 1965 – WEITERE REPARATUREN UND RETTUNG

Im Laufe ihres Bestehens wurde die Kirche mehrfach instand gesetzt.

In den Jahren 1965–1970 wurde sie instand gesetzt.

Im Jahr 2003 wurden ihre Fundamente erneuert, und 2006 wurde der Turm instand gesetzt.

Seit 2011 werden die kostbaren Ikonen aus dem 16. Jahrhundert und weitere Ausstattungsdenkmäler des Inneren schrittweise restauriert.

An der Restaurierung der Kirche beteiligen sich öffentliche Institutionen, Fachrestauratoren, die örtliche Gemeinschaft und Wohltäter.

Die Restaurierungsarbeiten an den kostbaren Ikonen dauern an, und für ihre Fertigstellung sind weitere finanzielle Mittel erforderlich.

2026 – EIN NEUES KAPITEL DER ALTEN KIRCHE

Auch heute endet die Geschichte der Kirche nicht.

Im Jahr 2026 wird die Pflege dieses kostbaren Denkmals fortgesetzt.

Das Dach wurde erneuert und schützt die Holzkonstruktion und das wertvolle Innere vor Witterungseinflüssen.

Das Umfeld der Kirche erhielt außerdem einen neuen Holzzaun und einen Steinweg.

So wie die Generationen vor uns das Dach, den Turm, die Holzwände und die Fundamente instand setzten, hat auch die heutige Generation ihre Aufgabe:

die Kirche für diejenigen zu bewahren, die nach uns kommen werden.

VON 1879 BIS 2026

Wenn wir Myskovszkys Zeichnung von 1879 mit den Fotografien aus dem 20. Jahrhundert und mit der heutigen Kirche vergleichen, können wir mehr als ein Jahrhundert ihres Lebens verfolgen.

1879 – fachliche Zeichnung und Grundriss von Viktor Myskovszky
um 1922 – historische Fotografie der Kirche
um 1950 – Kirche mit Blechdach
1957 – fotografische Dokumentation von H. Ruttkayová
1960er Jahre – weitere historische Fotografien
1967 – die Kirche in einer weiteren Etappe ihres Lebens dokumentiert
2026 – erneuertes Dach, neu gestaltetes Umfeld und fortgesetzte Pflege des Denkmals

147 Jahre in Bildern festgehalten.

Und doch ist die Geschichte der Kirche selbst viel älter.

MEHR ALS EIN HISTORISCHES DENKMAL

Diese Kirche ist nicht nur ein altes Holzbauwerk.

Es ist ein Ort, an dem Menschen seit Jahrhunderten Gott begegnen.

Das Holz, aus dem sie gebaut ist, ist gealtert.
Die Ikonen gingen durch die Hände vieler Generationen.
Das Evangelienbuch von 1709 überlebte seine ursprünglichen Leser.
Die Zeichnung von 1879 überlebte ihren Urheber.
Die alten Fotografien überlebten die Menschen, die darauf zu sehen sind.

Und doch blieb eines gleich:

HIER SUCHT DER MENSCH WEITERHIN GOTT,

DER DIE QUELLE DES FRIEDENS IST.

Wenn Sie die Kirche betreten, betreten Sie nicht nur ein historisches Denkmal.

Sie betreten einen Ort, an dem die Menschen schon vor Jahrhunderten beteten und an dem bis heute die Heilige Liturgie gefeiert wird.

BITTE TRETEN SIE LEISE UND MIT EHRFURCHT EIN.

Sie stehen gerade an einem Ort, an dem Menschen schon vor mehr als drei Jahrhunderten beteten und diesen Ort in Ehrfurcht bewahrten.

BEWAHREN WIR, WAS WIR EMPFANGEN HABEN

Wir haben diese Kirche nicht gebaut.

Uns wurde sie für eine Zeit zur Betreuung anvertraut.

Vor uns kümmerten sich unsere Vorfahren um sie. Nach uns werden sie weitere Generationen brauchen.

Unsere Aufgabe ist daher nicht nur, ihre Schönheit zu bewundern, sondern alles in unserer Kraft Stehende zu tun, damit sie weiterhin bestehen kann.

Damit auch in hundert Jahren jemand eintreten, die alten Ikonen betrachten, den Klang der Glocken hören und sagen kann:

„Auch hier beteten unsere Vorfahren vor Jahrhunderten.“

DANKE, DASS SIE HELFEN, DIESE KIRCHE ZU RETTEN

DANKE FÜR IHREN BEITRAG ZUR RETTUNG UND RESTAURIERUNG DER KIRCHE.

Ihre Hilfe trägt dazu bei, das wertvolle Holzbauwerk, historische Ikonen, liturgische Gegenstände und weitere Denkmäler für künftige Generationen zu erhalten.